Der von Berlichingen am Zeller See

Natür­lich sind wir damals auch wei­ter gefah­ren als nur nach Wei­ßen­bach. Nach Zell am See bei­spiels­wei­se. Per Auto­stopp. Gün­ther und ich lie­hen uns dort von Adi kurz das Boot aus, an dem er in sei­ner Frei­zeit gera­de arbei­te­te, pad­del­ten auf dem Zel­ler See und sei­nem aus­ge­dehn­ten Sumpf im Süden, in der Gegend des Schütt­dor­fes, umher, ver­ab­schie­de­ten uns dann in Rich­tung “Deutsch­land”, ziel­los. Wir hat­ten nicht die gerings­te Ahnung, wo wir lan­den woll­ten und wür­den. Uns war zwar schon bewußt, dass Euro­pa zur dama­li­gen Zeit aus vie­len Staa­ten mit ernst zu neh­men­den Gren­zen bestand, wie ernst die­se Gren­zen aber zu neh­men waren, dar­über mach­ten wir uns aller­dings noch kei­ne Vor­stel­lun­gen. Wir hiel­ten unse­re Dau­men ein­fach nach oben und wur­den auch tat­säch­lich mit­ge­nom­men. Es ging uns fast zu schnell. Kaum waren wir zu Fuß an der Zel­ler Aus­fall­stra­ße ange­kom­men, sahen wir bereits einen PKW nahen. Unse­re Dau­men flo­gen hoch, der PKW brems­te sich ein, wir sag­ten nur “Deutsch­land, Ger­ma­ny”, die rech­te, hin­te­re Tür ging auf und schon saßen wir gemüt­lich im Fonds des Wagens und wur­den gefah­ren. Ein älte­rer Herr saß am Volant, als Bei­fah­re­rin hat­te er eine etwa eben­so alte Dame. Das war dazu­mal so: Man muss­te Auto­mo­bi­le noch selbst besit­zen und Frau­en waren selbst­ver­ständ­lich Bei­fah­re­rin­nen. Kri­mi­nel­les und aus­beu­te­ri­sches Ver­hal­ten von Auto­stop­pern oder ‑stop­pe­rin­nen war damals äußerst sel­ten. Also wur­den die posi­ti­ven Aus­wir­kun­gen zwi­schen zwei unter­schied­li­chen sozia­len Grup­pen genutzt und geför­dert: Da gab es die soge­nann­ten “Her­ren­fah­rer” und jene wel­che die­se beim Fah­ren stopp­ten. Meis­tens waren dies jene, wel­che die Chan­ce beka­men, sich spä­ter ein­mal zu den zu Stop­pen­den zu zäh­len. Im kon­kre­ten Fall kamen die Bei­den aus den Ver­ei­nig­ten Staa­ten, wie sie uns mit­teil­ten. Auf dem Arma­tu­ren­brett ihres PKW hat­ten sie eine auf­fäl­li­ge Medail­le ange­bracht. Der Fah­rer beherrsch­te unse­re Spra­che sehr gut, konn­te sich also sehr gut ver­ständ­lich machen. Auf die Medail­le war er ganz stolz und rede­te viel dar­über. Über sei­ne Teil­nah­me und Erleb­nis­se am Korea­krieg, über sei­ne Ein­heit und deren Auf­ga­ben, was für uns weni­ger ver­ständ­lich war. Er schien auch noch immer beim ame­ri­ka­ni­schen Mili­tär zu sein und war gera­de aus Ita­li­en kom­mend über die Groß­glock­ner Hoch­al­pen­stra­ße und über Zell am See unter­wegs in die “recrea­ti­on area” der US-Besat­zungs­macht am Chiem­see. Das war natür­lich kein Begriff für uns, also lie­ßen wir uns auf­klä­ren. An der “area” ange­kom­men, begab sich das Ehe­paar zum recreie­ren und wir uns zum Auto­bahn-Zubrin­ger nach Mün­chen. Es war ein zu ver­lo­cken­des Ziel. Und wir hat­ten noch dazu kei­ner­lei Pro­ble­me mit dem Wei­ter­kom­men.

Ein paar Tage in Zell/See.
1963 ein paar Tage in Zell/See. Das Boot gehör­te Adi. Ich war mit Gün­ther Schmidt-Cor­ten dort. Von Zell stopp­ten wir dann wei­ter nach Öhrin­gen, nörd­lich von Stutt­gart.

Irgend­wann, weit nach der Umfah­rung von Mün­chen, nach der Pas­sa­ge von Stutt­gart und Heil­bronn, erreich­ten wir eine Ort­schaft namens Öhrin­gen im deut­schen Bun­des­land Baden-Wür­tem­berg. Das Gan­ze war ein denk­wür­di­ger Aus­flug. Ohne Rei­se­pass ver­schlug uns das Schick­sal in die­se Gegend. Und damals gab es weit und breit kei­nen Gedan­ken an eine “Euro­päi­sche Uni­on”. Oh ja, es gab eine euro­päi­sche “Mon­tan­uni­on”, aber davon hat­te der Nor­ma­lo-Staats­bür­ger kei­ne Ahnung, das inter­es­sier­te ihn über­haupt nicht. Arbeit war das Inter­es­san­te, wel­che auch immer. Denn mit der Arbeit konn­te man sich das Gefühl der Mobi­li­tät ver­die­nen und damit stieg man letzt­lich im Image der Mit­bür­ger. Und das war auch das Wich­tigs­te. Damals in die­sen Jah­ren des Auf­baus, der eigent­lich, aus heu­ti­ger Sicht, ein ganz fürch­ter­li­cher Abbau war. Aber das erkann­te man erst viel, viel spä­ter, als ers­te Bla­sen platz­ten, auch sol­che in den Berei­chen der Illu­si­on.
Wir waren also mit einem Mili­tär­an­ge­hö­ri­gen der Ame­ri­ka­ner unter­wegs, da wink­te man uns an der Gren­ze beim Stein­pass natür­lich durch. Und der Fah­rer fuhr und dach­te gar nicht dar­an zu den­ken. Er war schließ­lich Ame­ri­ka­ner und da stand einem die Welt offen. Bis auf jenem Teil irgend­wo im Osten, aber davon war doch nie die Rede, der wür­de ja sowie­so bald uns allen gehö­ren. Es war nur eine Fra­ge der Zeit – dach­te man.
Die Gegend um Heil­bronn und öst­lich davon war und ist ein sehr schö­ner Land­strich. Mir war die­se Regi­on vom Lite­ra­tur­un­ter­richt her noch ein Begriff. “Das Käth­chen von Heil­bronn” schien auf mich Ein­druck aus­ge­übt zu haben. Aus­ser­dem ist die­se Gegend vol­ler his­to­ri­scher Bur­gen und Schlös­ser. Da kommt auch die Sto­ry von den Frau­en her, die ihre Män­ner auf dem Rücken aus der bela­ger­ten Burg tra­gen muß­ten, um sie vor ihrem Tod zu erret­ten. Das betraf die Ort­schaft Weins­berg. Wir erfuh­ren dies von einem Grund­schul-Leh­rer, der uns bis Öhrin­gen mit­ge­nom­men hat­te. Und auch, dass es in die­ser Gegend einen Fluss namens Sulm gab, was uns die­se Regi­on sofort sym­pha­ti­scher erschie­nen ließ. Da hat­ten wir etwas Gemein­sa­mes. Wer kennt denn die Sulm in der Stei­er­mark nicht! Wer träumt denn nicht von den Sulm­ta­ler Hüh­nern! Wir lern­ten auch Jagst­hau­sen ken­nen, die Herr­schaft derer von Ber­li­chin­gen. Die dor­ti­gen Burg­fest­spie­le zogen mich natür­lich an. Die Gegend gefiel uns schon sehr. Was wir dort erleb­ten weni­ger. Wir lan­de­ten in einem – unse­rer Mei­nung nach – Wirts­haus namens “Zum Jäger­st­üb­le”. Noch dazu war das Fir­men­schild in den Far­ben der Stei­er­mark, grün-weiß, gehal­ten. Auch kann­te das Ehe­paar, das die­se Gast­stät­te führ­te, Graz. Die bei­den über­nach­te­ten hier ein­mal auf der Fahrt in den Urlaub in das dama­li­ge Yugo­sla­wi­en. Wir nah­men ihr Ange­bot an und quar­tier­ten uns ein – gegen Arbeits­leis­tung des Ser­vie­rens. Pünkt­lich um 17 Uhr begann sich das Lokal zu fül­len. Immer mit den­sel­ben Frau­en. Die unter­hiel­ten sich, erzähl­ten sich irgend­was und war­te­ten. So schien es. Von uns woll­ten sie alles mög­li­che wis­sen, woher wir kamen, was wir hier täten, was wir wer­den woll­ten und so, das Übli­che. Eine erklär­te sich bereit, uns die Umge­bung zu zei­gen. Was sie auch tat­säch­lich tat.

Im Kanalsystem des Sumpfes von Zell/See.
Gün­ther im Kanal­sys­tem des Zel­ler Sump­fes, Schütt­dorf. Von dort erkun­de­ten wir den Zel­ler See und lie­ßen es uns gut gehen.

In einem Klein­wa­gen fuhr sie uns in der Gegend umher, zeig­te uns Sehens­wer­tes und ‑wür­di­ges, wuss­te dar­über außer­dem viel zu berich­ten. War gut infor­miert. Ihr war ganz offen­sicht­lich lang­wei­lig und sie schien froh zu sein, dass wir ihr über den Weg gelau­fen waren. Sie war auch dank­bar dafür. Sie hat­te ja nichts ande­res zu tun, bis auf das War­ten im “Jäger­st­üb­le”. Wir kamen nicht im Gerings­ten auf die Idee, das War­ten in Ver­bin­dung mit “Jägern” zu set­zen. Etwas spä­ter kreuz­ten dann schon Män­ner auch noch auf. Aber die waren fast durch­wegs in Uni­form und spra­chen ame­ri­ka­nisch. Gut, dass wir ein bischen schul­eng­lisch konn­ten. Eines schö­nen Tages spa­zier­ten wir mit unse­rer “Frem­den­füh­re­rin” durch einen Holz­la­ger­platz eines Säge­wer­kes. Da kam uns ein Mann ent­ge­gen, ein fremd­län­di­scher ganz offen­sicht­lich. Sie sprach ihn an: “Willst Du? Trik­ki Trak­ki?” lau­te­te die Fra­ge. “Si, si!” kam es zurück. Sie bedeu­te­te uns zu war­ten, bis sie uns rufen wür­de und ver­schwand mit dem Mann irgend­wo zwi­schen den Holz­sta­peln. Nach ein paar Minu­ten hör­ten wir sie auch. “Ester­rei­cher, kummts, kummts!” (Öster­rei­cher, kommt her, kommt her!) . Wir bogen um die Sta­pel und sahen ihn mit erho­be­nen Hän­den an einem der Sta­pel ste­hen, in der Faust der einen Hand einen Fünf­zig-DMark-Schein hal­tend. So hielt sie ihn fest, drück­te ihn gegen das Holz. Sobald wir um die Ecke bogen, fiel die­ser Schein zu unse­ren Füßen. Sie ließ ihn los, der Mann dreh­te sich um und eil­te von hin­nen. “Na, hebzas auf!” (Na, hebt es – das Geld – doch auf!). Die­ser Auf­for­de­rung von ihr kamen wir natür­lich nach. Da  wur­de uns so vie­les klar. In mir begann ganz lei­se ein Ent­schluß zu rei­fen. Umso stär­ker, als uns die jun­ge Dame vor einem Sied­lungs­ge­biet namens “Neu-Chi­ca­go” warn­te, dies dürf­ten wir nicht betre­ten, da gäbe es in den Bade­zim­mern Hüh­ner und Schwei­ne. Dort sei es ent­setz­lich! Lau­ter Flücht­lin­ge, die um ihr Über­le­ben kämpf­ten, das sei nichts für uns, mein­te sie.

Unsere Urlaubsbekanntschaft in Zell/See
Lang­wei­lig wur­de es uns auch in den paar Tagen in Zell/See nicht. Unser Boot mit der Gast­f­rau­schaft offen­sicht­lich knapp vor dem Ken­tern. Eine Vor­ah­nung auf unse­re Erfah­run­gen im Nach­bar­staat?

In der Gast­stu­be gab es eine Wand mit lau­ter Ansichts­kar­ten und Fotos. Dar­un­ter waren auch wel­che – etwas grö­ßer als all die ande­ren – von einem, der uns sehr sehr bekannt war: Elves the Pel­vis Pres­ley in GI-Uni­form und ganz ein­deu­tig hier in die­sem Lokal foto­gra­fiert. Ohne Beglei­tung. Ganz allei­ne. Den­noch offen­sicht­lich gut auf­ge­legt und strah­lend. Auf ihn durf­te man in die­sem Eta­blis­se­ment nie­mand anspre­chen! Da öff­ne­te man eine Schleu­se. Alle began­nen durch­ein­an­der­zu­re­den. Ich habe mir kein Wort gemerkt, das da ver­lo­ren wur­de. Ich bekam nur mit, dass zwei Frau­en eine bedeu­ten­de Rol­le spiel­ten und einer sei­ner Mana­ger und dass er hier ein Lied­lein gesun­gen haben soll­te und dass sie alle sehr, sehr stolz waren, dass er sie hier­selbst besucht oder heim­ge­sucht habe.
Auf­grund unse­rer Bekannt­schaft mit einem Gr0ßteil der GIs die­ses Clubs erfreu­ten wir uns aller Vor­tei­le, die man in der dama­li­gen Bun­des­re­pu­blik nur haben konn­te. Wir gin­gen in der Kaser­ne von Neckar­sulm – natür­lich immer nur in Beglei­tung – ein und aus, etwa um uns Ziga­ret­ten zu holen (für uns sel­ber), har­te Geträn­ke (nicht für uns sel­ber) und vie­les ande­re, was auch nicht für uns sel­ber gedacht war. Das alles zu Prei­sen von denen Bun­des­re­pu­bli­ka­ner nur träu­men konn­ten. Das waren “PiEx”-Preise also Prei­se, die nur für Mili­tär­an­ge­hö­ri­ge und deren Ange­hö­ri­ge gal­ten. Von Super­märk­ten hat­ten wir arme Öster­rei­cher noch nichts gehört. In die­ser Kaser­ne lern­ten wir, was so alles mit die­sem Begriff gemeint war. Wir waren fas­sungs­los, ich über­haupt, als Sohn von ganz klei­nen, prim­ti­ven Ein­zel­han­dels­kauf­leu­ten in einem Land, wel­ches man in einer Stun­de durch­fuhr und Ita­li­en zuzähl­te, wie ich mehr­mals bit­ter erfah­ren muß­te. Jeden­falls zähl­te man uns offen­sicht­lich zu den “Ange­hö­ri­gen”. Nie­mand stell­te eine Fra­ge, man tat so, als wür­de man uns sowie­so schon seit Jah­ren ken­nen. Gespro­chen wur­de haupt­säch­lich ame­ri­ka­nisch oder so. Wir taten uns anfäng­lich sehr schwer mit unse­rem ent­lar­ven­den schu­li­schen Eng­lisch. Die Offi­zie­re lächel­ten, wenn sie uns sahen, die GI’s grins­ten. Aber wir gewöhn­ten uns ans Hören und dar­an, dass wir anschei­nend nicht ganz ernst genom­men wur­den. Das erfuh­ren wir bei­na­he jeden Abend, wenn es ans “Zah­len” ging. Das Bare war kein Pro­blem, schwie­rig waren auch Credit-Cards nicht, schwie­rig wur­de es dann, wenn irgend­wie anders bezahlt wur­de, also mit­hil­fe von Natu­ra­li­en, mit Schach­teln etwa, in denen sich etwas befand, was nur unser “Chief” wuß­te oder ein­schät­zen konn­te. Kurz bevor wir unse­re Ent­de­ckungs­tour durch das Neckar­sul­mer Kaser­nen­are­al, durch Heil­bronn und Öhrin­gen abge­bro­chen haben, hat­te ich noch das Ver­gnü­gen eines Abends vor unser “Jäger­st­üb­le” gebe­ten zu wer­den, um dort einen fla­chen, dis­kus-ähn­li­chen Gegen­stand zu begut­ach­ten, der sich in einer Decke ein­ge­schla­gen, im Kof­fer­raum eines PKW befand. “Chief” befand sich gera­de in der Wirts­haus­kü­che und hat­te kei­ne Zeit. Die Amis hat­ten eben­falls kei­ne. Es schien aller­dings sehr drin­gend zu sein. Also zeig­ten sie mir, was sie da an den Mann, bezie­hungs­wei­se an unse­ren ver­meint­li­chen “Chief” brin­gen woll­ten. Nach kur­zer Zeit kam er auch aus der Küche. Ich wur­de wie­der in die Gast­stu­be zurück­ge­schickt und war dar­über sehr, sehr froh. Ich hat­te begrif­fen, was “Recher­che” bedeu­tet, was eigent­lich “inves­ti­ga­tiv” meint und wo und bei wem mit einer sol­chen Tätig­keit ange­setzt wer­den müß­te. Das alles lan­ge vor mei­ner aka­de­mi­schen Aus­bil­dung. Es war eine sehr inten­si­ve und dich­te Zeit, das Ken­nen­ler­nen der vie­len Funk­tio­nen in unse­rem uns ver­wand­ten Nach­bar­staat. Es waren die Tage von Öhrin­gen. Sie wären allei­ne schon einer Viel­zahl von anre­gen­den Roma­nen oder ein­fa­chen Repor­ta­gen wert.
Das “Jäger­st­üb­le” betrat man durch einen kur­zen Gang, an des­sen Ende sich eine Gar­de­ro­ben­wand befand. Rechts davon ging es in die Gast­stu­be. So glaub­ten wir. Doch eines Abends war alles ganz anders. Zwar ging es noch immer rechts in die Gast­stu­be, doch plötz­lich gab es ein dunk­les Loch anstel­le der Gar­de­ro­ben­wand und dahin­ter gab es eine Art Park. Und es waren über­all Men­schen, recht vie­le. Was die­se da taten, erschloss sich uns nicht. Ich kann es mir bis heu­te nicht erklä­ren. Wir zogen es vor, uns in unser Zim­mer zu ver­krie­chen, und schlie­fen in die­ser Nacht nur eini­ge weni­ge Stun­den. Irgend­wie waren wir inner­lich auf­ge­wühlt. Wir kann­ten uns nicht aus, waren allei­ne, kom­plett allei­ne, wir sahen auch unse­re Gast­ge­ber nicht mehr. Wir sahen nie­man­den, kei­ne Men­schen­see­le weit und breit. Alles war offen und fried­lich, die Son­ne schien. Wir pack­ten in aller Ruhe. Und gin­gen so, wie wir gekom­men waren. Ver­lie­ßen uns auf unse­re Dau­men, die wir nach oben streck­ten. Wir waren unter­wegs in Rich­tung Öster­reich.
Wir sind damals “wia di Oxn foam neichn Toa” dage­stan­den (wie die Och­sen vor dem neu­en Tor). Es ist uns so gegan­gen, wie dem ahnungs­lo­sen Bür­ger 2017/2018 mit den Ereig­nis­sen rund um Hil­la­ry Clin­ton und dem US-Prä­si­den­ten Donald Trump, um die soge­nann­te “Haps­burg-Grup­pie­rung”, um Tal Sil­ber­stein und ande­re Öster­reich-Skan­da­le im höher­wer­ti­gen mon­ar­chi­schen Bereich. Sie alle hat­ten und haben zu tun mit der digi­ta­len Welt. Sie alle glaub­ten und glau­ben, dass sie ana­lo­ge Zie­le mit Digi­ta­lem errei­chen kön­nen. Es ist ähn­lich, wie in die­sen Öhringen’schen Tagen: Was war da eigent­lich los? Wir wuss­ten nicht, was um uns vor­ging, wer wohin gehör­te, wel­che Rol­le wer spiel­te, wer da wirk­lich spiel­te oder ernst zu neh­men war. Es waren und sind ers­te Erfah­run­gen. Und in rea­li­ter wird bereits ganz lei­se dar­über gespro­chen, dis­ku­tiert. Gibt es kei­ne Ereig­nis­se mehr, die den Begriff von sich aus tra­gen, kom­men die­se nicht sowie­so auf uns zu? Oder müs­sen wir sie als Mensch­lein im Wer­den sel­ber schaf­fen, um uns nicht der Gefahr der Lan­ge­wei­le aus­zu­set­zen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.