Markante, eckige Kanten – Ecksteine

Da mei­ne Eltern zu jenen gehör­ten, wel­che die Bevöl­ke­rung in der Nach­kriegs­zeit mit Milch ver­sor­gen muss­ten und dem­zu­fol­ge auch mich, war ich natür­lich von der Ver­tei­lung über das Schul­milch-Netz aus­ge­schlos­sen. An alle ande­ren Schul­kol­le­gen wur­de die­ses Lebens­mit­tel im Kel­ler­ge­schoss unse­rer Volks­schu­le aus­ge­ge­ben. Man konn­te es schon aus der Wei­te rie­chen, vor allem in der wär­me­ren Jah­res­zeit, wenn die schma­len Kel­ler-Fens­ter weit offen stan­den. Mit einer hand­ver­le­se­nen Grup­pe an Mit­schü­lern hat­ten wir in der soge­nann­ten “Milch­pau­se” nichts ande­res zu tun als uns zu unter­hal­ten. Was uns anschei­nend schwer­fiel. Denn es roch tat­säch­lich sehr streng im Kel­ler und natür­lich auch auf unse­ren Gän­gen. Obwohl es ein kost­ba­res Gut war, hat­te hin und wie­der doch irgend­ei­ner mei­ner Kol­le­gen das Pech, gesto­ßen zu wer­den und dabei Milch zu ver­schüt­ten. Auf unse­ren stei­ni­gen Böden und noch dazu auf unse­ren, mit Staub­öl getränk­ten Klas­sen­zim­mer-Holz-Böden roch das phä­no­me­nal! Über ver­schüt­te­te Milch ließ und lässt es sich in die­sem Fall tref­fend phi­lo­so­phie­ren, noch dazu han­del­te es sich um ein Schul­ge­bäu­de. Den Geruch allei­ne kann­te ich ja. Schul­milch, das bedeu­te­te viel Arbeit für unse­ren Schul­wart und sei­ne Gat­tin. Nur bei uns zu Hau­se, im Geschäfts­lo­kal, wur­de das immer sofort, auf der Stel­le gesäu­bert. Jede Woche wur­den wir, das heißt, mei­ne Eltern, kon­trol­liert, sehr streng kon­trol­liert. Von irgend­ei­ner Behör­de, angeb­lich nann­te man sie “Lebens­mit­tel­un­ter­su­chungs­an­stalt”. Da kamen dann gleich zwei Män­ner mit einer Art Taschen­la­bor, pin­sel­ten und stri­chen an der Milch­aus­ga­be­stel­le umher, nick­ten zufrie­den und gin­gen wie­der ohne viel zu sagen. Es gab einen guten Grund für die stren­gen Kon­trol­len. Die Aus­ga­be­stel­len waren poten­ti­el­le Krank­heits­quel­len!
Die Milch und Milch­pro­duk­te wur­den des näch­tens vom Milch­hof Graz ange­lie­fert. Da kamen die Milch-LKW, ein­ge­rich­tet nach empi­ri­schen Erfor­der­nis­sen. Die beglei­ten­den Män­ner hat­ten Schlüs­sel zu den Roll­bal­ken unse­res Geschäfts­lo­kals. Die rie­si­gen lee­ren Kan­nen und sons­ti­gen Gebin­de tausch­ten sie gegen gefüll­te, kas­sier­ten, gaben das Wech­sel­geld in eine Schach­tel und hin­ter­leg­ten die­se ganz oben auf der aktu­el­len Lie­fe­rung. Dann sperr­ten sie die Roll­bal­ken und wir hat­ten wie­der die fri­sches­te Milch aus der Gra­zer Umge­bung. Die Milch­män­ner hat­ten damals einen ganz eigen­ar­ti­gen Ruf. Sie waren zwar nicht hoch ange­se­hen, aber sie waren doch so etwas wie Fast-Hei­li­ge. Sie schlepp­ten jede Men­ge Bar­geld mit sich her­um, von Kauf­manns­la­den zu Kauf­manns­la­den, wickel­ten Geschäf­te ab und erle­dig­ten die Lie­fe­run­gen. Noch dazu im Ver­lauf der frü­hen Mor­gen­stun­den, als noch alle schlie­fen, kein Auto fuhr, auch kein Fahr­rad. Jeder Mit­mensch, der zu die­ser Zeit unter­wegs war, akzep­tier­te sie und half ihnen, wenn es nötig war. Nie hör­te ich, dass irgend­et­was Nega­ti­ves pas­siert sei, im Gegen­teil. Eini­ge Zeit spä­ter, so um sechs Uhr her­um, tauch­ten die ers­ten Zei­tungs­aus­trä­ge­rin­nen auf. Aber da waren Milch und Milch­pro­duk­te längst an der rich­ti­gen Stel­le, waren die rie­si­gen Milch­kan­nen schon in die gro­ßen Behäl­ter umge­füllt, kamen die ers­ten Haus­frau­en mit ihren Känn­chen, um ihren Kin­dern den Früh­stücks­ka­kao mit fri­scher Gra­zer Milch zuzu­be­rei­ten. Ich bil­de­te dabei die Aus­nah­me. Ich mach­te ihn sel­ber! Drei Löf­fel­chen Zucker, zwei Löf­fel Kakao, fri­sche Milch auf­ko­chen, drü­ber­schüt­ten, kräf­tig umrüh­ren, bischen aus­küh­len las­sen, hin­über ins Geschäft lau­fen, zwei back­fri­sche Kip­ferl holen, Radio anschal­ten, hin­set­zen und in aller Ruhe mamp­fen, mhm, köst­lich, so neben­bei Umta­ta hören und was es Neu­es gab, der Schul­tag konn­te begin­nen! Hät­te ich damals gewusst, dass ich mein Stu­di­um an der Aka­de­mie zum gro­ßen Teil mit der Milch-Auf­be­rei­tung finan­zie­ren wür­de, wäre mei­ne Selbst-Ach­tung natür­lich gleich um einen gan­zen Schloß­berg gestie­gen! Hät­te ich zusätz­lich davon Kennt­nis gehabt, dass ich sel­ber jene Stim­me wer­den soll­te wel­che der Bevöl­ke­rung die Neu­ig­kei­ten auf­tisch­te, der Schloß­berg hät­te bis zum Mond gereicht!
Mei­ne Volks­schu­le war nach einem gewis­sen Chris­toph Mar­tin Wie­land benannt. Die­se Schu­le befand und befin­det sich in der Wie­land­gas­se in Graz. Dass zusätz­lich eine Gas­se nach ihm benannt wor­den war, deu­te­te schon dar­auf hin, dass der Mann eine Berühmt­heit gewe­sen war. Er hat­te sehr viel mit dem Auf­bau des Bil­dungs­bür­ger­tums zu tun. Ich kann mich an nichts erin­nern, was auch nur irgend­wie belas­tend an mei­ner Volks­schul­zeit gewe­sen wäre. Bis auf die regel­mä­ßi­gen Zahn­arzt­be­su­che, wo man uns arme Ver­suchs­ka­nin­chen mit Lach­gas behan­delt hat­te. Die Leh­re­rin war, wie damals üblich, auf einem Podest posi­tio­niert. Über unse­ren Köp­fen. Zu zweit saßen wir in einer Bank, die leicht abge­schräg­te Tisch­plat­te konn­te jeder von uns hoch­klap­pen und sei­ne Hef­te, Lehr­bü­cher und die Schul­ta­sche ver­stau­en. Im obe­ren Teil des Tisches waren Löcher für die dicken, schwe­ren, glä­ser­nen Tin­ten­fäs­ser ein­ge­las­sen. Der Boden des Klas­sen­raums war, wie es damals eben­falls üblich war, immer staub­öl-gepflegt. Was – sobald es noch frisch war, das Öl – ganz gut gero­chen hat. Im Lau­fe der Zeit, ver­mischt mit den vie­len, vie­len Abfäl­len und Papier­chen und Obstres­ten und Milch­tröp­fel­chen und sons­ti­gem Unbe­nenn­ba­ren, immer weni­ger, bis hin zum Nase­rümp­fen. “Mei­ne” Volks­schu­le war es des­we­gen, weil es jene Ein­rich­tung war, wo ich das ers­te Mal kon­kret den Zugang zur damals herr­schen­den Gesell­schaft lern­te und bekam. Jeder Wochen­tag war ein Schritt hin­ein. Man­ches­mal ein klei­ner Schritt, dann wie­der ein rich­ti­ger Sprung nach vor­ne. Die größ­ten Sprün­ge fan­den an den Wochen­en­den statt. Da ver­ein­ten sich die klei­nen Schritt­chen aus der Wie­land­schu­le mit der Ent­de­ckung der Welt rund um mich her­um, um Graz, und um die Stei­er­mark. Es war wun­der­bar, die Ent­hül­lung der Viel­falt, die nicht enden woll­te, das Aus­fin­dig­ma­chen der Mög­lich­kei­ten, die nie­mals in Unmög­lich­keit ver­si­ckern woll­ten. Die Jah­re der Wie­land­schu­le erbrach­ten eine Leis­tung, von der gera­de in der Welt der Erwach­se­nen nie die Rede war. Es war und ist eine Selbst­ver­ständ­lich­keit, dass den Kin­dern Lesen und Schrei­ben bei­gebracht wird, mit der beson­de­ren Beto­nung auf “bei­gebracht”. Geni­al sind die Nach­kömm­lin­ge ja eh schon seit Geburt, “hiatzt braoch­ma nua nou lejsn oun schra­ebm ken­na” (gra­ze­risch für: Jetzt brau­chen wir nur noch lesen und schrei­ben kön­nen). Ach ja eines hab’ ich ver­ges­sen, weil es auch nicht so wich­tig ist: das Rech­nen. Wenigs­tens in den Jah­ren bis 2000 zumin­dest war das Zusam­men­zäh­len wirk­lich nicht so wich­tig, das mach­ten ja ande­re, “g’schaetare” (gra­ze­risch für Geschei­te­re). Die haben ja auch gelernt, wie viel a Qua­drat und b Qua­drat ist.
Aber dann – nach den vier wohl­be­hü­te­ten Jähr­chen Wie­land­schu­le – kam der ers­te Här­te­test, fiel die aller­ers­te offi­zi­el­le Ent­schei­dung. Natür­lich wur­de die­se von mei­nen Eltern getrof­fen. Für mich. Ob ich woll­te oder nicht, ich muss­te sie machen, die Auf­nahms­prü­fung. In Wahr­heit fiel die Ent­schei­dung sei­tens der Pes­ta­loz­zi-Schu­le. Hät­te ich denn die­se Prü­fung nicht bestan­den, wäre ich nolens-volens statt in der Mit­tel-Schu­le in der Haupt-Schu­le gelan­det. Und das hät­te mei­nen Lebens­weg zu die­sen trü­ben Zei­ten schon erheb­lich beein­flusst. Ich saß also an einem hei­ßen, wun­der­schö­nen Spät­som­mer­tag im Che­mie-Hör­saal mit auf­stei­gen­den Bank-Rei­hen, damit man dem Vor­tra­gen­den mit sei­nen Expe­ri­men­ten auch genau ver­fol­gen konn­te. Ich kann mich zwar nicht erin­nern, was man von mir alles wis­sen woll­te, aber nach drei Tagen wur­de es klar: Ich war nun Mit­tel­schü­ler. Erst spä­ter erfuhr ich die Unter­schie­de zwi­schen Real­gym­na­si­um und Bun­des­re­al­gym­na­si­um und huma­nis­ti­schem Gym­na­si­um. Fürs Ers­te hat­te ich ein­mal den gigan­ti­schen Sprung in die eli­tä­re Welt der gebil­de­ten Erwach­se­nen geschafft. Den Sprung. Den ers­ten Sprung. Wie­vie­le noch fol­gen soll­ten, davon hat­te ich kei­ner­lei Ahnung. Ich war also berech­tigt zum Besuch der Mit­tel­schu­le. Zum Besuch. Punk­tum. Mein Anlauf­platz in den kom­men­den acht Jah­ren lag an der Ecke Zim­mer­platz­gas­se und Pes­ta­loz­zi­stra­ße. Bei­na­he jeden Tag in die­sem Zeit­raum hat­te ich mich um 07:45 Uhr bei Vor­mit­tags­un­ter­richt oder um 13:45 bei Nach­mit­tags­un­ter­richt vor dem Por­tal, das sich kaum ver­än­dert hat, ein­zu­fin­den, um die Basis für unser Wei­ter­kom­men zu emp­fan­gen.
Und die emp­fing ich aus­führ­lich! An der Stra­ßen­ecke Wie­land­gas­se zur Schieß­statt­gas­se befand sich ein ver­wil­der­tes grü­nes Grund­stück. Da bau­te sich ein fin­di­ger Gra­zer einen kom­pak­ten Holz-Kiosk hin, befüll­te ihn mit sich und einer Unmen­ge an Comics. Die waren nicht nur für den Ver­kauf gedacht, nein, nein! Man konn­te sie auch gegen einen Unkos­ten-Bei­trag von einem öster­rei­chi­schen Nach­kriegs-Schil­ling sofort lesen und muss­te das Heft­chen wie­der unver­sehrt zurück­ge­ben, zum Zwe­cke des Wei­ter­ver­kaufs. Nach dem Unter­richt bil­de­ten sich vor dem Kiosk wah­re Trau­ben aus den umlie­gen­den Schu­len. Ganz still waren die­se Trau­ben. Und der Herr im Kiosk hat­te ganz ganz flin­ke Augen. Außer­dem kann­te er sei­ne Pap­pen­hei­mer. Und wie er sie kann­te. Er war der Herr Goog­le der 1960er Jah­re in die­sem Teil des sechs­ten Gra­zer Gemein­de­be­zirks. Sehr bald war ich hin­ge­gen befüllt mit dem Basis­wis­sen über Comics. Da muss­te ich wahr­lich auf das berühm­te, schmack­haf­te Milch­eis der Kon­di­to­rei Dit­té in der Grazbach­gas­se ver­zich­ten, das genau­so einen Schil­ling kos­te­te, wie auch die klei­ne Tüte Maro­ni zur Win­ters­zeit, oder die klei­ne Tafel Hasel­nuss-Scho­ko­la­de bei mei­nen Eltern oder die rosa­ro­te Kau­gum­mi-Stan­ge.
Aber viel inter­es­san­ter fand ich den Geo­gra­phie-Unter­richt an der Pes­ta­loz­zi-Schu­le, die bald zu “unse­rer” Schu­le wur­de. Da scho­ckier­te mich vor allem der Glau­be an die “Welt-Eis­leh­re”. Die Vor­gän­ge rund um die­se Leh­re spra­chen für sich. Aber natür­lich fas­zi­nier­ten mich die Theo­rien über die “Kon­ti­nen­tal­drift” des Herrn Alfred Wege­ner. Ins­ge­samt saß ich wohl eini­ge Stun­den da und stu­dier­te die Umris­se unse­rer Kon­ti­nen­te. Damals, als ich gelehrt wur­de, war Kon­ti­nen­tal­drift und Plat­ten­tek­to­nik noch all­ge­mein unbe­kannt. Hing man die­sen Theo­rien an, war man sogleich als Revo­luz­zer ver­schrien. Aber dar­an hat­te ich mich dank Schul-Infor­ma­ti­on, was man immer wie­der mit Bil­dung ver­wech­sel­te und heu­te noch ver­wech­selt, schon gewöhnt. Dazu kam noch das bischen Stolz, dass näm­lich ein Deut­scher sei­nen Lehr­stuhl an der Gra­zer Uni­ver­si­tät besaß. Stun­den­lang saß ich vor dem Foto sei­nes Pro­pel­ler­schlit­tens und bin immer wie­der abge­drif­tet in die mir logisch erschei­nen­de Ver­schie­bung der Kon­ti­nen­te. Heu­te ist das alles Rea­li­tät gewor­den, bestä­tigt durch satel­li­ten­geo­dä­ti­sche Mes­sun­gen.
Den Geo­gra­phie-Unter­richt emp­fand ich nicht nur als inter­es­sant, son­dern zusätz­lich als span­nend und anre­gend. Der Bereich Geo­lo­gie sporn­te mei­ne grau­en Gan­gli­en zu Höchst­leis­tun­gen an. Die Über­for­mung unse­rer Land­schaf­ten, von Ebe­nen zu den Hügeln, dem Alpen­vor­land, Gebirgs­zü­gen bis hin zum Hima­la­ya etwa. Gleich­zei­tig wur­den mir die Zusam­men­hän­ge mit der Ent­wick­lung der ver­schie­dens­ten Kul­tu­ren klar. Auch hier bei uns, in Kärn­ten bei­spiels­wei­se, oder in der Stei­er­mark. Die Geo­wis­sen­schaft hält mich bis heu­te aktu­ell. Die Spur zu den Quel­len wur­de durch unse­ren Klas­sen­vor­stand Prof. Knaus gelegt. Dan­ke.
Eine wesent­li­che Rol­le im Bil­den von Eck-Punk­ten in mei­nem Leben spiel­te das Buch-Anti­qua­ri­at im Kel­ler des Eck-Hau­ses der Pes­ta­loz­zi­stra­ße 6 zur Zim­mer­platz­gas­se. Heu­te, am 28.10.2017, befin­det sich an die­ser Stel­le ein indi­sches Restau­rant. Die Stun­den, Tage, wahr­schein­lich  waren es ins­ge­samt Wochen, wel­che ich hier ver­brach­te las­sen sich gar nicht zäh­len. Es war sehr hei­me­lig da unten mit­ten unter den vie­len Tau­send Taschen­bü­chern. Der älte­re freund­li­che Herr, der die­ses Anti­qua­ri­at betrieb, stand mit Rat und Tat dem hilf­los Suchen­den zur Sei­te. Bekam ich im Unter­richt kei­ne Ant­wort, woll­te ich einem The­ma auf den Grund gehen, fiel in der Schu­le irgend­ein Stich­wort, das mich neu­gie­rig mach­te – in der Bücher­gruft in der Zim­mer­platz­gas­se fand ich jede Men­ge an Ant­wor­ten. Auch umfang­rei­che­re Wer­ke, wie jene in alt­hoch­deutsch  und mit­tel­hoch­deutsch fand ich hier. Mei­ne Bezie­hung zur Lite­ra­tur ver­dan­ke ich die­ser Bücher­gruft und mei­nem Deutsch-Pro­fes­sor, Herrn Prof. Dr. Bir­ker. Und einem Tür-Schild bei mir zu Hau­se. Auf der Zugangs­tür zu unse­rem Kel­ler. Da stand auf schwar­zem Hin­ter­grund in ehe­mals gel­ben, auf­fäl­li­gen Let­tern: “Bit­te Thü­re schlie­ßen”. Das Wort “Thü­re” fas­zi­nier­te mich. Vor allem das “Th”. Immer wie­der sprach ich es aus, das th. Und tat­säch­lich, nach dem t war in Wirk­lich­keit ein h zu hören. Jah­re spä­ter muss­te ich erfah­ren, dass es natür­lich ein hör­ba­res, aus­lau­ten­des h nach dem t gab und dass sich heut­zu­ta­ge das t immer mehr zum d annä­hert, dass sich sozu­sa­gen das Sprech-Sprach­li­che dem Schrift-Sprach­li­chen annä­hert, weil man ja heut­zu­ta­ge das T ohne das aus­lau­ten­de h schreibt oder schrei­ben muss. Was sich jedoch in wei­te­rer Fol­ge kom­mu­ni­ka­to­risch ent­wi­ckelt und wei­ter ent­wi­ckeln wird, sei digi­tal dahin­ge­stellt. Die Schrift­spra­che wird immer der Wis­sen­schaft vor­be­hal­ten blei­ben, Rän­ke­spiel­chen und Intri­gen, alles was man mit Öffent­lich­keits­ar­beit umschrei­ben könn­te, der Sprech­spra­che. Das wird im Digi­ta­len immer deut­li­cher.
Besag­ter Prof. Bir­ker führ­te uns Mit­tel­schü­ler auch in die Psy­cho­lo­gie ein. Er mach­te dies bereits in Hoch­schul­art, in Form von rei­nen Dik­ta­ten. Kam in die Klas­se, griff sich sei­nen Vor­trag, und begann zu dik­tie­ren. Wir schrie­ben eif­rig und peni­bel mit und stu­dier­ten, was uns da erzählt wur­de. Man­ches­mal stieg ich aus, vor allem an den Stel­len, die ich schon kann­te. Aus mei­nen Stu­di­en der Schrif­ten aus der Bücher­gruft. Wes­we­gen ich mich auch einer ähn­li­chen Pro­ble­ma­tik zu wand­te. War­um, wes­we­gen stürz­ten sich zu die­ser Zeit eini­ge Zög­lin­ge der BEA Lie­benau (BEA = Bun­des-Erzie­hungs­an­stalt) vom Turm die­ser Anstalt in die Tie­fe? War­um? Wes­we­gen? Natür­lich gab die Psy­cho­lo­gie Bli­cke in die­se Tie­fe frei. Vie­les davon kam auch an die Öffent­lich­keit. In Form von dis­kur­si­ven Anre­gun­gen durch Arti­kel in diver­sen Print­me­di­en. Die Anstalt wur­de dar­auf­hin erfolg­reich refor­miert. Das Hal­len­bad die­ser Anstalt durf­ten wir hin und wie­der benüt­zen. Ich erin­ne­re mich an die vie­len Haar­föhns, die zu die­ser Zeit einen wah­ren Luxus boten und an das war­me Was­ser. War­um und wie­so weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass wir spiel­ten und toll­ten wie See-Ele­fan­ten unter der Lei­tung unse­res Klas­sen-Vor­stan­des.
Beson­ders anre­gend fand ich die Pro­jek­ti­on von Drei­di­men­sio­na­lem auf das Zwei­di­men­sio­na­le, die gegen­sei­ti­ge Durch­drin­gung von Kugeln und Kegeln und Zylin­dern und Schach­teln und Deckeln und sons­ti­gen geo­me­tri­schen Kör­pern. Ein Aha-Erleb­nis jag­te hier das ande­re. Dar­stel­len­de Geo­me­trie war für mich kei­ne Belas­tung. Vie­le Fra­gen in mir fan­den in die­sem Bereich der Infor­ma­ti­on ihre Ant­wor­ten und boten dar­über hin­aus noch Lösun­gen für Zukünf­ti­ges. Genau­so erging es mir mit der umfang­rei­chen Welt der Phy­sik. In ihren Bann schlug mich aber die Che­mie! Und nicht nur mich! Bald fand sich eine Grup­pe von Mit­schü­lern, wel­che genau­so vom che­mi­schen Blitz­strahl getrof­fen wor­den waren.

Meinrad Nell auf Müllers Balkon in der Schießstattgasse in Graz
Ich und ein Schul­kol­le­ge 195960 auf Mül­lers Bal­kon. Wir waren die Che­mie-Labo­ran­ten und labo­rier­ten extrem!

Und als die Mut­ter des Kol­le­gen Mül­ler aus der Schieß­statt­gas­se unse­rer Inter­es­sen­ge­mein­schaft noch dazu ein Käm­mer­chen zur Ver­fü­gung stell­te, damit wir dort ein Che­mie-Labor mit allem Drum und Dran ein­rich­ten konn­ten, war es um uns gesche­hen. Wir bau­ten die wag­hal­sigs­ten Expe­ri­men­tier­stre­cken und labo­rier­ten auf Teu­fel komm ‘raus! Und es dau­er­te nicht lan­ge, bis wir den Teu­fel dann tat­säch­lich ken­nen­ler­nen soll­ten! Dass sich in unse­rem Rücken ein rie­si­ges Zim­mer mit einer kom­plet­ten Modell­ei­sen­bahn­an­la­ge befand, noch dazu in Form einer sen­sa­tio­nel­len Modell-Land­schaft mit Ber­gen, Seil­bah­nen und Seen, inter­es­sier­te uns über­haupt nicht. Wir mix­ten und misch­ten Rake­ten­bren­ner und ‑zünd­stof­fe, solan­ge bis wir sel­ber in die Luft gin­gen! Ange­schlos­sen an das Haus war ein klei­ner Gar­ten. Dort befand sich ein Gar­ten­haus. Das wur­de von uns sofort umfunk­tio­niert zum Che­mie-Labor zwei. Für alle hoch­bri­san­ten Pro­jek­te. Da wur­de nur mit Hüh­ner­fe­dern gemischt und gemixt. Anläss­lich des Beginns der 5.Klasse star­te­ten wir ein klei­nes Feu­er­werk. Uns gegen­über befand sich ein Finanz­amt und eine Post und im sel­ben Gebäu­de auch eine Wachstu­be der Gra­zer Stadt-Poli­zei, wes­we­gen wir uns auch als gut auf­ge­ho­ben betrach­te­ten. Wir zün­de­ten die ers­ten Rake­ten. Die paar Zuschau­er auf den umlie­gen­den Bal­ko­nen applau­dier­ten und mach­ten “Ah!” und “Oh!” im zustim­men­den Sin­ne. Was uns natür­lich moti­vier­te. Erst recht als Rufe zu ver­neh­men waren: “Drauf­ga­be! Drauf­ga­be!”. Da ver­lo­ren wir die Über­sicht. Was wir bei­de uns vor­be­hal­ten hat­ten, dass nur wir, Mül­ler und ich, mischen durf­ten, und dass wir das nur unter beson­de­rer Vor­sicht und mit Hüh­ner­fe­dern taten, das alles ver­ga­ßen wir. Wir lie­ßen ande­re ‘ran, Uner­fah­re­ne. Wir gönn­ten ihnen den Spaß! Wir lie­ßen gesche­hen, was kom­men muss­te. Ich sah noch wie sich eine Hand mit dem Por­zel­lan-Mör­ser-Stö­ßel auf das zu mixen­de Pul­ver senk­te und ein­tauch­te. Das reich­te. Aus dem Mör­ser erhob sich eine Säu­le in den schöns­ten nie zuvor gese­he­nen Far­ben, schlu­gen nach unten durch den Tisch, tru­gen das Dach der Gar­ten­hüt­te hoch in die Lüf­te. Alles geschah für mich in völ­li­ger Stil­le und in einer Art Zeit­lu­pe. Ich fühl­te mich leicht wie ein Blatt, fühl­te den Gar­ten­zaun als Wider­stand, obwohl die Gar­ten­hüt­te eini­ge Meter davon ent­fernt war. Offen­sicht­lich flog ich wie einer mei­ner Vögel durch die Luft, begann über den Maschen­draht­zaun zu klet­tern, rann­te quer durch den Hof in den Kel­ler, den ich gar nicht wirk­lich sehen konn­te, nur ahnen. Ahn­te auch die Wasch­kü­che links im Kel­ler. Wuss­te, dass hier ein Was­ser­hahn sein muss­te, dreh­te ihn auf und hör­te Was­ser plät­schern. Hielt mei­nen Kopf und mei­ne Hän­de drun­ter, mach­te mich auf nach Hau­se. Nach Hau­se! Wie ich dort­hin kam, durch die Gas­sen und über die Stras­sen, über die Gelei­se der Stra­ßen­bahn, dar­an erin­ne­re ich mich nicht. Ich hat­te Glück. Dank­ba­res Glück! Mein Schul­freund Mül­ler fehl­te eini­ge Tage, muss­te danach wochen­lang ban­da­gier­te wei­ße Hän­de mit sich schlep­pen. Bei­de Hän­de. Er konn­te nichts tra­gen, konn­te nicht schrei­ben, nur müh­sam essen. Im Fach Che­mie wur­den wir bis zum fröh­li­chen Ende mit einem jähr­li­chen “Befrie­di­gend” bedacht.
Es hat noch mehr Lieb­lings­ge­gen­stän­de gege­ben. Latein zum Bei­spiel, unter Prof. Span­bau­er, der es mir wahr­lich nicht leicht mach­te, das Kon­struk­ti­ve die­ser Spra­che zu begrei­fen. Und Eng­lisch. Die­se bei­den Spra­chen ver­tru­gen sich nicht in mir. Das wur­de mir erst spä­ter klar, als mir Gleich­alt­ri­ge in Lon­don tief in die Augen blick­ten und mir bei­brach­ten, ganz ein­fach zu reden und zu spre­chen, so als sprä­che ich Deutsch. Alles ande­re soll­te ich ver­ges­sen, vor allem mein Schul­eng­lisch, das wäre aus dem Mit­tel­al­ter. In die­sem Augen­blick hat­te ich begrif­fen, dass Latein nur auf­grund von Lite­ra­tur, von Medi­zin und von Doku­men­ten über­lebt hat­te und zu kon­stru­ie­ren war. Natür­lich gab es Kol­le­gen, die sich in die­ser Spra­che unter­hal­ten konn­ten, die sogar dich­te­ten und aus dem Steg­reif Hexa­me­ter schaf­fen konn­ten. So wie eins­tens Ovid in sei­nen Meta­mor­pho­sen “Das Gol­de­ne Zeit­al­ter” ver­herr­lich­te. “Aurea pri­ma sata est aetas, quae vin­di­ce nullo.…”, die­se Zeit­al­ters-Ver­se sind ganz tief ein­ge­gra­ben in mei­nen Gan­gli­en. Sie wur­den vor­ge­tra­gen als “Aurea pri­ma satast aetas­que vin­di­ce nullo…”. Und man­che Zei­len aus Cäsars “De Bel­lo Gal­li­co” tauch­ten im Lau­fe mei­nes beruf­li­chen Lebens immer wie­der auf, Prof. Span­bau­er zum Trotz. Schließ­lich kam noch Ita­lie­nisch hin­zu, nur zwei Schul­jah­re – viel zu wenig, wie ich fand.
Viel zu weni­ge Aus­flü­ge gab es außer­dem. An eine Fahrt nach Wien kann ich mich noch erin­nern, unter dem Mot­to “Öster­reichs Jugend lernt ihre Bun­des­haupt­stadt ken­nen”. Das war nach dem Abzug der Besat­zungs­mäch­te. Die­ser Aus­flug, der eine gan­ze Woche dau­er­te, ließ als ein­drucks­volls­tes Ereig­nis das täg­li­che Mit­tag­essen im Gast­haus “Spat­zen­nest”, 1070 Wien, St. Ulrichs-Platz 1, zurück. Ganz beson­ders ein­ge­prägt hat sich die Adres­se. War­um? Wie­so? Wes­halb? Bis heu­te fin­de ich kei­ne Ant­wort dar­auf. War es das Essen selbst? Dann wären da noch die Ski­kur­se. Foto­gra­fisch hat der Kurs in Saal­bach-Hin­ter­glemm über­lebt. Da hat­ten wir in unse­rem Zim­mer, mit­hil­fe der Toch­ter des Hau­ses, in dem wir unter­ge­bracht waren, eine klei­ne Punsch-Par­ty ver­an­stal­tet.

In Saalbach-Hinterglemm. Schulskikurs 4. Klasse 1959 in Saalbach-Hinterglemm, auf einem Hof in Nordhanglage. Haben uns Punsch gemacht. Die Schulkameraden von links nach rechts: Wutte, dann einer der irgendwo am Hafnerriegl gewohnt hat, Seewann von der Papier- und Spielwarenhandlung Herrengasse/Hauptplatz, Metzler, Lienhart, ich, Pöschl und Wagner.
Schul­ski­kurs 4. Klas­se 1959 in Saal­bach-Hin­ter­glemm, auf einem Hof in Nord­hang­la­ge. Haben uns Punsch gemacht. Die Schul­ka­me­ra­den von links nach rechts: Wut­te, dann einer der irgend­wo am Haf­ner­riegl gewohnt hat, See­wann von der Papier- und Spiel­wa­ren­hand­lung Herrengasse/Hauptplatz, Metz­ler, Lien­hart, ich, Pöschl und Wag­ner.

Bei­na­he hät­te ich auf den liebs­ten Gegen­stand – um im Mit­tel­schul-Jar­gon zu blei­ben – ver­ges­sen, dem Zeit mei­nes Lebens sehr viel Zeit gewid­met war und ist und ver­bleibt. Weil es mit dem Ich eines jeden von uns ver­bun­den ist, ob wir es wis­sen wol­len oder nicht. Die­ses Ver­bun­den-Sein bezeich­nen wir als Geschich­te. Und genau­so hieß der Gegen­stand auch. Was uns da bei­gebracht wur­de, war äußerst span­nend und inter­es­sant. Es wur­de uns ziem­lich lebens­nah und rea­lis­tisch näher gebracht. So, wie man Geschich­te direkt nach zwei Welt­krie­gen emp­fin­den muss­te. Immer wie­der hör­ten wir die­sel­ben Erleb­nis­se aus Nar­vik, wo unser Pro­fes­sor mit dem leuch­ten­den gel­ben Signal am Ober­arm Wache schie­ben muss­te und dem Geg­ner offen­sicht­lich eine traum­haf­te Ziel­schei­be abgab. Wir hat­ten auch einen Mit­schü­ler namens Stein­hart. Sein Vater war Jah­re spä­ter einer mei­ner Pro­fes­so­ren an der Gra­zer Kunst-Uni­ver­si­tät. Die Fami­lie Stein­hart flüch­te­te aus Ost­deutsch­land in den Wes­ten. Sie über­quer­te unter Maschi­nen­ge­wehr-Feu­er die Zonen­gren­ze. Ein Bru­der unse­res Kol­le­gen Alex­an­der Stein­hart kam dabei um. Ver­ständ­li­cher­wei­se litt die gan­ze Fami­lie unter den Erleb­nis­sen der Flucht. Obwohl wir alle sehr neu­gie­rig waren, eines wuss­ten wir: Alex­an­der woll­te sei­ne Ruhe haben. Wenn man von ihm etwas wis­sen woll­te, was sich für ihn und nur für ihn mit eben die­sen Erleb­nis­sen ver­band, zau­ber­te sein Inne­res ein abweh­ren­des, wenn nicht gar abwei­sen­des, Lächeln in sein Gesicht. Für uns war das ein Signal, dass wir wie­der ein­mal zu weit gegan­gen wären. Ohne es zu wis­sen. Wir taten in solch einem Fall alles, ich wie­der­ho­le ganz bewusst: alles, um den oder die Feh­ler wie­der gut zu machen. Alex­an­der ließ uns dies auch dank­bar spü­ren und wis­sen. Nur bei unse­rem Geschichts­pro­fes­sor funk­te dies nicht. Offen­sicht­lich muss­te er Alex­an­der eine bestimm­te Fra­ge stel­len. Und als er ein Lächeln zur Ant­wort bekam, muss­te er die­sel­be Fra­ge wie­der­holt stel­len. Und als das Lächeln nicht ver­schwand, stell­te er die Fra­ge noch ein paar Mal. Und dann griff er in sei­ne Tasche und der schwe­re Schlüs­sel­bund flog ziel­si­cher. Ab die­sem Augen­blick war es für mich klar: An die­ser Schu­le gab es nichts, aber auch gar nichts, was mich hal­ten konn­te.

Aber es gab auch Trost für die­ses wohl beein­dru­ckends­te Schul­aben­teu­er. Mei­ne Jugend­freun­de Pur­zi (Nor­bert Enge­le), Heinz Errath, Horst (der nach­ma­li­ge Mor­mo­ne), Wer­ner Acht­schin und der spä­te­re Wer­be-Mana­ger (Vor­na­me nicht erin­ner­bar) Payer, tru­gen einen von Mut­tern gestrick­ten 2‑Me­ter-Schal, ich trug dazu noch eine “Melo­ne” auf dem Kopf, die von mei­nem Vater stamm­te. Das war unser Kos­tüm für den Besuch von Aus­stel­lun­gen, Thea­ter, Kaba­rett wie etwa “Der Wür­fel” im Forum Stadt­park. Natür­lich kann­te man uns bald.

Meinrad Nell, Purzi und Helli beim Kegelabend
v.li. n. re.: Mein­rad Nell, Pur­zi (Nor­bert Enge­le), Hel­li (Hel­muth Schmidt-Cor­ten) beim Bow­ling in unse­rem Kegel-Lokal in der Schlö­gel­gas­se (bei der ehe­ma­li­gen Opern-Gara­ge) in Graz.

In den 60er-Jah­ren kam bei uns in der Stei­er­mark das Bow­ling auf und ver­dräng­te das volks­tüm­li­che­re “Kegeln”. Gleich in der Nähe der Hei­lands­kir­che am Kai­ser-Josef-Platz, wo wir uns all­wö­chent­lich tra­fen, eröff­ne­te eben­falls eine Bow­ling­bahn, in der Schlö­gel­gas­se. Grund genug uns im Anschluss an die­se Tref­fen in einer die­ser Bah­nen anzu­sie­deln und das Bow­ling ernst­lich zu erler­nen, mög­lichst vie­le die­ser “strikes” zu errei­chen und mit den “Häu­sern” rich­tig umzu­ge­hen. Genau­so wie wir das ja auch mit den viel schwe­re­ren Kugeln, den “balls”, erfah­ren muss­ten. Bald hat­ten wir es her­au­ßen und brach­ten es meis­ter­lich hin. Auch das sprach sich bin­nen Kur­zem her­um.

Was aber die­ses gan­ze Schul-Kapi­tel mit den schar­fen Ecken und Kan­ten zusätz­lich in mir wach wer­den lässt, ist das Mun­ter­wer­den des Zwei­fels an der Geschichts­fä­hig­keit der Men­schen. Und dies führ­te mich damals zum lei­sen Ver­dacht, dass wir in sta­tu nas­cen­di sei­en, erst im Wer­den sei­en. Heu­te, 2017, weiß ich, dass wir das sind und dass die­ses Wer­den bedeu­ten­de Unter­stüt­zung erfah­ren wird, etwa durch das bedin­gungs­lo­se Grund­ein­kom­men.

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