Meine tollen Kärntner Jahre…

Im Verhältnis zu den nunmehr über 75 Jahren waren die märchenhaften Jahre in Kärnten nur kurz, aber sie waren die tollste Zeit, eine Zeit in der es rund ging und keiner etwas gegen das „Runde“ hatte, im Gegenteil, man machte mit, man lebte, man lachte, man arbeitete, man empfand „Arbeit“ gar nicht als Arbeit. „Arbeit“ war Herausforderung, nicht nur für mich, und genau deswegen wurde intensiv gelebt. Von jenen zumindest mit denen ich mich umgab oder die sich von mir umgeben ließen oder in deren Kreise ich einbezogen worden bin. Wir lebten miteinander und füreinander. Damit wurden Bindungen geschaffen. Freundschaftliche. Und fallweise darüber hinaus, das restliche Leben bis zum heutigen Tage Bereichernde. Jeder und jedem Einzelnen muß ich an dieser Stelle ein aufrichtiges „Danke“ sagen. Selbstverständlich hat es auch Menschen gegeben welche Störungen geschaffen haben. Aber die waren in der Minderheit. Es waren nur einige Wenige, Namenlose.
Damals war der Mittelpunkt meiner Tätigkeit in der Sponheimerstraße 13 in Klagenfurt. Das Funkhaus in Kärnten. Wie hat es sich mir dargestellt? 3 Stockwerke, Treppe die sich geteilt hat n der Hälfte wieder vereinigte, und immer seteiler wurde. Vorsprechen gemeisam mit Dieter, Aufenthalt in Tankstelle!, einige Wochen später kam die Einladung ach Kärnten zu kommen, bekam für die ersten drei Monate ein Zimmer im Hotel Moser Verdino ohne Bad und WC das war damals so, Kollegen vom Theater waren da auch untergebracht, war Aushilfssprecher, bekam gleich eine Hauptrolle in Hörspiel, wurde daraufhin eingesetzt als Sprecher aller möglichen Beiträge und innerhalb weniger Wochen von allen Referaten und Abteilungen, auch von der Landwirtschaftskammer, Harralter, Wulfenia-Kino Werbeaufnahmen für Kärntner Kinos, die Welt schlug über mir zusammen, ichh stand neben den Film-Projektoren in der Wulfenia, neu für mich, Erklärungen folgten, Filme via ÖBB, dann per Boten oder selbst abgeholt vom Bhf ins Kino, dortvorsichtig gehandelt,

Das „Programm in der Nussschale“ hat ein üblicherweise stundenlanges Hörfunk-Programm in komprimierter Form geboten, auch das war ein ganz neues Radio-Format. Hatte nur Sinn, solange es Radio als Monopol-Unternehmen gab, aber auch das Geschehen um den ORF gehörte zu den unzähligen Erfahrungen, Erlebnissen und Bindungen, gehört zu den kulturellen und historischen Entwicklungen und erst dann zu den weitgehenden politischen Geschehnissen. Die hinken immer weit hinterher, weit hinter Kultur und weit hinter Historie.